Kommunalblog Lehrte

Lehrter Stammtisch

Liebe Leserinnen und Leser,

Lehrte ist so klein und so beschaulich. In Lehrte kennt jeder jeden und eigentlich ist in Lehrte schon alles sehr öffentlich. So könnte man meinen. Es gibt mindestens vier Print-Produkte unterschiedlicher Güte, dazu noch mind. eine ziemlich aktuelle Internetseite für alle und jederman, sozusagen in Eigenregie. Hinzu kommt noch das im Internet öffentliche Ratsinformationssystem, womit man zügig, schnell und recht bequem die aktuellen Verwaltungsvorgänge im politischen Raum überschauen kann. Wozu also noch ein Blog?

Lehrte ist vielleicht kein Einzelfall, aber ein paar Dinge fallen auf, die den einen oder anderen stören in dieser Stadt und über die eigentlich nur im „Geheimen“ spekuliert, diskutiert und lauthals gewettert wird. Nennen wir es der Einfachheit: der LEHRTER STAMMTISCH.

Ein Stammtisch an sich, das klingt nach alkoholisierten Schreihälsen, nach Nicht-Wissen-wovon-man-redet, nach Populismus, kurzum: nicht nach Politik. Aber ein Stammtisch ist nicht immer eine per se schlechte Institution. Nehmen wir die Landstriche Deutschlands, die von der Urbanisierung bisher verschont geblieben sind (in Lehrte die s.g. Ortsteile), so können z.B. die dort „herrschenden“ Ortsräte deshalb ihren Zweck so gut erfüllen, weil sie wie ein Stammtisch funktionieren, immer ein offenes Ohr für die Bürgeranliegen haben oder anders ausgedrückt: die OrtsbürgermeisterInnen (als Vorsteher der Ortsräte) haben die Lufthoheit über dem diffusen Meinungsdschungel der BürgerInnen erkämpft. Das ist ihr Job und das klappt in der Regel prima. Unter dem Stammtisch ist also erst einmal nur der Begriff „Bürgernähe“ zu verstehen oder ein Mindestmaß an Einfühlungsvermögen für die Belange.

Nun wieder zum KOMMUNALBLOG. Die örtlichen Medien haben in der Regel eine Neutralitätspflicht. Entweder sie müssen seriös wirken (die HAZ) oder sie müssen Anzeigen verkaufen. Beide Aspekte sprechen ausdrücklich dagegen, hin und wieder einfach mal die Wahrheit zu sagen, bzw. die Meinung aus Volkes Mund kund zu tun. Mit wenigen Ausnahmen ist die Berichterstattung also lasch und weichgespült. Das geht wohl auch nicht anders. Mit anderen Worten: die LeserInnen müssen einen Großteil der Informationen zwischen den Zeilen lesen, müssen ein geballtes Vorwissen mitbringen, sind gezwungen, sich die Informationen zusammenzutragen, was in der Regel ein beschwerliches Geschäft ist.

Und so scheint es angebracht zu sein, dass in Lehrte eine weitere Berichterstattung folgt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, öffentliche Verlautbarungen und Lehrter Stammtisch zusammen zu führen, bzw. zu hinterfragen, warum es z.B. keine Verlautbarungen gibt. Gerade in Lehrte (s.o.) scheinen die Kommunalen es nicht so sehr zu haben mit Öffentlichkeit. In den wenigsten Fällen kann man sich erschließen, warum in dieser Stadt Entscheidungen fallen (oder auch nicht). Als BürgerIn und WählerIn ist man sehr arm dran, wenn man von wenigen Ausnahmen absieht. Deshalb ist es vielleicht nicht unspannend, entweder über politische Strategien zu spekulieren oder diese im Zweifelsfall offen zu legen.

Der KOMMUNALBLOG soll damit allen LeserInnen die Möglichkeit geben, die aktuellen und kommenden Entscheidungen (sofern von mir irgendwie einbezogen) noch einmal selbständig zu überdenken und vielleicht auf ein Ergebnis „hinter der Fassade“ zu kommen.

Und so werde ich nach Kräften denken und schreiben und hoffe, dass es ein kleiner Beitrag zur politischen Kultur ist, den ich hier leisten kann und dass jeder halbwegs denkende Mensch die Motivation hinter diesem Blog nachvollziehen kann.

Im übrigen bin ich für News, Facts und alles rund um Lehrte immer zu haben. Einfach in einen Kommentar reinschreiben!

Mit freundlichem Gruß

Der Kommunalblogger

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5 Antworten

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  1. Michael Stelzer said, on 28. Februar 2008 at 19:42

    Leider komme ich auch zu der Überzeugung, das es in Lehrte, also genauer gesagt, im Rathaus, zu geht wie im Kindergarten.Kindergarten ist vielleicht nicht die richtige Bezeichnug,Bauernhof würde nach meiner Auffassung eher zutreffen. Früh am Morgen kommt die ,, Bäuerin“ froh gelaunt in den Stall und trifft auf vier bunte Kühe , nennen wir Sie , die Rote , die Schwarze, die Gelbe und die Grüne, das eine oder andere Kalb ist nicht nennenswert.Nun beginnt die Fütterung.Das Futter wird aufgenommen,mehrmals durchgekaut und dann endlich geschluckt.Die eine oder andere Kuh bekommt vielleicht Blähungen oder sogar Bauchschmerzen aber auch das geht vorbei.Nach einer gewissen Zeit ist alles verdaut und nun kommen wir in die Endphase, nämlich das was hinten rauskommt,, MIST“. Nun kommt der MIST auf den politischen Acker der Lehrter Kommunalpolitik und sorgt als Dünger für noch mehr ,,MIST“. Ich hoffe für die Lehrter Bürger,das die Ernte schlecht ausfällt und der,, Bauernhof“so schnell wie möglich einen Generationswechsel erlebt. Sollte Ihnen die kleine Geschichte gefallen haben, würde ich mich freuen.Kommentar erwünscht. Mit freundlichen Grüssen MICHAEL STELZER .

  2. Marlies Prüß said, on 14. April 2008 at 20:27

    Klingt ja ganz lustig aber:
    Was meinen Sie damit? Ich kenne mich nicht so aus im Amt. Interessiere mich aber wie es da so funktionier. Also bitte etwas konkreter mit der Kritik. Was ist das Futter? Was ist der Mist? Wo sind die Verbesserungsvorschläge?

  3. Michael Stelzer said, on 11. Mai 2008 at 22:51

    Hallo, Frau Prüß, ich gebe ihnen mal ein Beispiel für eine schlechte Kommunalpolitik in Lehrte.

    Futter : ein WERTSTOFFHOF für Lehrte und laut AHA für Sehnde.
    Man bedenke Lehrte hat erheblich mehr Einwohner als Sehnde ( fast doppelt soviele)

    Mist : der Wertstoffhof kam nach Sehnde, aber warum ????????

    Grund : hätten die Lehrter Kommunalpolitiker und die ,, Bürgermeisterin“ die Interessen
    der Lehrter Bürger so vertreten wie es sich gehört, nämlich sich für einen neuen Wertstoffhof in Lehrte stark zu machen und sich nicht von AHA an die Wand drücken zu lassen, wäre uns der Weg nach Sehnde erspart geblieben.

    Verbesserungsvorschläge : IN DIE HAND ; DIE EINEN FÜTTERT ; SOLLTE MAN NICHT BEISSEN , sollten sich Politiker und Bürgermeister an die Wand schreiben.

  4. AlbertG said, on 25. Mai 2008 at 13:53

    Einem Ondit zufolge , besaß die RGH(Regionstochter) ein Industriegrundstück in Sehne , daß sich nicht wie hewünscht vermarkten ließ. aha (Regionstochter) nach der Suche nach einem Grundstück für den neuen Wertstoffhof sprang eilfertig ein. Der Preis dürfte die RGH zufrieden gestellt haben. Lt.Protokoll der entscheidenden Sitzung bei aha war ein Vertreter Lehrtes anwesend und hat nicht dagegen gestimmt. Die Bürgermeisterin muß am nächsten Morgen das Ergebnis erfahren haben , da es unabdingbar ist , daß ein Vertreter dem Amtschef Bericht erstattet. Die Zeitungsaussagen zu diesem Vorfall kan man getrost unter Märchen und Fabeln ablegen. Zahlen darf wie üblich der Bürger.
    Der Kommunalblogger könnte den Wahrheitsgehalt mal überprüfen , da er anscheinend bessere Informationsquellen besitzt.

  5. Michael Stelzer said, on 26. Mai 2008 at 19:32

    Hallo ,alle zusammen, da gab es mal eine Kindersendung im TV …. DIE ROTE ZORA UND IHRE BANDE ,,,,,,, manchmal wird aus einer Fiktion , grausame Realität.


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