Kommunalblog Lehrte

Privatisierung des Kulturbetriebs – ein guter CDU-Vorschlag

Posted in Stadt Lehrte by kommunalblog on 22. Dezember 2009

Nun ja, das hört sich mit der Privatisierung erst einmal böse an und man könnte an die Privatisierung der Bahn und die Privatisierung der Wassernetze und die Privatisierung des Parkhauses in Lehrte denken, aber ganz so weit will die CDU gar nicht gehen und das macht den Vorschlag so sympathisch. Im Kern ist alles recht einfach: Lehrte sollte sich ein Beispiel am Burgdorfer Verkehrsverein nehmen und das bisher 100%ig in Verwaltungshand befindliche Kulturgeschäft outsourcen. Nun ist es naürlich nicht so, dass es sich dabei um die möglichst billigste Variante handelt, schließlich muss auch dort die Arbeit erledigt werden, aber vielleicht könnte es in einem Verein bzw. verwaltungsferner ein wenig mehr Flexibilität geben.Der Burgdorfer VVV (http://www.vvvburgdorf.de) ist bekanntermaßen ein umtriebiger Verband und ein Blick auf deren Website kann sehr aufschlussreich sein. Dabei wird man sehr schnell bemerken, dass sich das Aufgabengebiet des VVV auch in den Bereich des Stadtmarketings begibt. Das ist normalerweise gut, weil man an den Schnittstellen Potentiale nutzen kann, hier in Lehrte wird es aber erst einmal zu Kompetenzgerangel führen.
Das eigentliche Ansinnen der CDU ist aber sicherlich, das viele Geld der Steuerzahler nicht mehr wie bisher in abgehobene Hochkultur in Lehrte zu investieren, sondern durch eine Vereinsstruktur näher am Konsumenten zu sein. Die Planung muss offener werden, der Umgang mit Kunst und Kultur muss offener werden. In der Tat muss man sich zum Beispiel die Frage stellen, warum eine wunderbare Galerie noch nicht längst zum Kult-Veranstaltungsraum geworden ist. Das Potential ist sicherlich vorhanden und man darf nur spekulieren, dass die Vergabepraxis bisher sicherlich die ein oder andere Veranstaltung verhindert oder behindert hat.
Dass aus „Bürgernähe“ nicht gleich „Dummheit“ wird, zeigt wieder ein Blick in den VVV-Jahreskalender. Vom Volksfest bis zur Ausstellung ist auch hier alles vertreten.

Auch wenn man die Kulturarbeit und am besten gleich auch das Stadtmarketing in Lehrte komplett neu denken muss, einen guten Ansatz bietet der Antrag auf jeden Fall und man kann für Lehrte und für den Lehrter Haushalt nur hoffen, dass die Kommunalpolitiker der SPD nicht aus bloßer Solidarität mit der Kulturbeauftragten ihrer Bürgermeisterin wieder alles ablehnen.

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