Kommunalblog Lehrte

Einwohner verdunkeln den Rathaus-Himmel

Posted in Lehrte by kommunalblog on 18. Juli 2009

Vielleicht sitzt Frau Bürgermeisterin noch locker und gelassen in ihrem Sievershäusener Eigenheim und freut sich über den gelungenen Deal mit der HBB für das C-Gelände. Vielleicht sitzen auch die Kollegen Ahrens und Deneke-Jöhrens dabei und freuen sich fürchterlich.

Vielleicht aber schauen Sie gerade gen Himmel, sehen Wolken und auch ihre Stimmung verdüstert sich langsam. Denn vielleicht haben Sie die Zeitungen von gestern und heute gelesen und vielleicht partizipieren sie ebenfalls an den Bürgermedien im Internet. Vielleicht wüßten sie dann, dass nach den Wolken irgendwann die heiße Sonne scheinen wird und sie alle anfangen müssen zu schwitzen.

Was die Dame und die Herren genau tun ist mir natürlich nicht bekannt, aber ein heißer Sommer wird es auf jeden Fall.Es sieht nicht gut aus für das Trio aus SPD- und CDU-Fraktionchefs und Verwaltungschefin. Vielleicht können sie 1+1 schon ganz allein zusammen zählen und voraussehen, dass früher oder später die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt ihrer Meinung freien Lauf lassen, z.B. kanalisiert auf einer großen Unterschriftenliste.

Tja, werden die Drei vielleicht sagen, was scheren uns die Bürger. Vielleicht aber gibt es auch  eine „kritische Masse“, an der man nicht einfach so vorüber gehen kann, die man eben nicht einfach ignorieren kann. Und was wäre denn dann: die HBB hat sicherlich schon lustig feixend mit der OBI-Expansions-Abteilung gesprochen und dort wird vielleicht schon gezeichnet und gemalt. Vielleicht ist sogar schon richtig Geld ausgegeben worden, welches die HBB im Zweifelsfall zurückhaben möchte. Was dann?

Allen Ratfrauen und -herren war ja vorher klar, welche Entscheidung sie treffen und dass es eigentlich dann kein Zurück mehr gibt, allein aus Gründen der evtl. Schadensersatzpflicht. Nun werden also das o.g. Trio und alle wankelmütigen und ansonsten wenig prinzipienfesten Ratsleute abwägen und überlegen:

Schadensersatz zahlen und Bürger zufrieden stellen

oder

Nie wieder gewählt werden und Geld sparen

Für gewöhnlich haben Ratsmitglieder ja wenig Skrupel, das städtische Geld auszugeben, wenn sie sich dafür Liebe, Zuneigung, Wertschätzung und Wählerstimmen kaufen können, von daher ist das wohl eigentlich kein Problem im Rat. Stellt sich also die Frage, wie Jutta Voß die PolitikerInnen bei der Stange halten will. Auch sie will gewählt werden, wofür sie Unterstützer braucht. Sie will aber auch nicht mit noch mehr Schulden in ihre letzte Amtszeit schreiten.
Vielleicht sitzt sie also jetzt auf ihrer Terasse und sagt: „Verflixt und zugenäht. Was soll ich bloß tun?“

Und weil es fast immer so ist, weiß ich natürlich Rat für diese arme Frau.

BESCHLUSS RÜCKGÄNGIG MACHEN – JETZT!

Warum hilft das allen?
Zum einen könnte Frau Bürgermeisterin damit noch Geld sparen, da mit jeder Stunde, die mit dem Beschluss vergeht, mehr Geld für die Planungen ausgegeben wird. Dieses Geld will die HBB wieder haben.
Und den Ratsdamen und -herren hilft es evtl., sich einsichtig gezeigt zu haben. Natürlich würde das zunächst einmal sehr unglaubwürdig klingen (und auch sein), aber am Ende zählt ja für alle (auch für die BürgerInnen) das Ergebnis.

Wenn man die Berichterstattung nun so verfolgt, dann lässt sich daraus also schließen, dass in Lehrte mit Sicherheit die Abteilung der SPD, die Partei Bündnis 90/Die Grünen und das DGB Ortskartell bei einer Unterschriftensammlung an Bord wären. Und wenn man aufmerksam Lehrtes Straßen durchschreitet und sich mit Menschen unterhält, dann weiß man auch, dass die innenstädtischen Geschäftsleute ebenfalls dazu neigen, gegen die Planungen zu protestieren. Und wenn man dann noch mitbekommt, dass auch die Lehrter CDU-Hochburg im Alten Dorf zumindest in dieser Frage nicht ganz einig ist, dann kann man sich ausrechnen, dass die ein oder andere Stimme zusammenkommt.

Man wird sehen, wie sich engagierte BürgerInnen in den Lehrter Ortschaften verhalten, aber auch diese müssten ein Interesse daran haben, dass sie nicht ständig im Stau stehen, dass die Stadt nicht Arbeitsplätze vernichtet und dass die Stadt zuletzt mit den Planungen auch dem eigenen Haushalt schadet. Je weniger Einnahmen die Stadt hat (oder je mehr Ausgaben), desto weniger bleibt auch für die Dörfer. Das ist halt so. Und zuguterletzt wird es auch in den Dörfern Menschen geben, die einfach nur etwas gegen wankelmütige Mitläufer haben und Menschen bevorzugen, die morgen noch wissen, was sie heute gesagt haben.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: