Kommunalblog Lehrte

Arbeitsplatz = Arbeitsplatz. Na logisch!

Posted in Lehrte by kommunalblog on 14. Juli 2009

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem festen, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz und einem schlechter bezahlten, evtl. sogar auf 400,- Basis ausgerichteten Arbeitsplatz? Laut den Mitgliedern der SPD-Fraktion anscheind keiner. Es gehen alte, es kommen neue. Sozusagen die Evolution auf einem ganz neuen Niveau oder der gelebte Sozialdarwinismus inmitten von Lehrte.Völlig zu Recht gab es vor kurzem den Leserbrief eine „Noch“-Mitarbeiters, der angesichts des Beschlusses zur Errichtung eines OBI-Marktes in Lehrte nur noch fassungslos sein kann. Fassungslos und erschüttert vor allem auch wegen der Kaltschnäuzigkeit in der Argumentation. Man könnte fast sagen, dass die Beschlussfassung angesichts des sozialen Niveaus im Rat und in der SPD-Fraktion im speziellen kein Wunder ist. Schließlich handelt es sich entweder um Beamte oder Beamte im Ruhestand und die paar wenigen, die Ihr Eigenheim außerhalb einer Staatsbesoldung verdienen müssen, haben wahrscheinlich in Branchen zu tun, die aktuell weniger gefährdet sind. Es ist also die klassische Entscheidung der Besserverdienenden, die sich aufschwingen, dadurch auch die Besserwissenden zu sein.

Ein ausdrückliches Lob muss man übrigens den beiden FDP-Vertretern aussprechen, die sicherlich nicht unumstritten am Ende die Pläne abgelehnt haben, weil Sie den Mittelstand schützen wollen. Welcome to your roots!

Man kann den nicht lebenslang Beschäftigten in der SPD-Fraktion nur wünschen, endlich diese Erfahrung am eigenen Leib zu machen und dadurch vielleicht temporär in die Lage zu kommen, eine neue Sichtweise einzunehmen.

Erschwerend bei all dem ist die Tatsache, dass neben den Faktoren Bezahlung und langfristige Absicherung in einem Unternehmen noch die s.g. Soft Skills zum Tragen kommen: Arbeitsklima!!! Nun kann ich wenig zum Arbeitsklima bei unserem lokalen Mittelständler Treude sagen, aber wenigstens gibt es ausreichend Belege dafür, dass die Arbeitsbedingungen bei unserem neuen, von Verwaltung, SPD und CDU gleichermaßen hochgejubelten Arbeitgeber nicht zum Arbeiten einladen. Man muss kein Gewerkschafter sein, um die Schilderungen für unerträglich zu halten.

Aber ich bin mir sicher, dass die SPD-Fraktion auch diesem Argument wie immer tapfer standhält: wer vernünftig arbeitet, der hat auch keinen Ärger und der braucht auch keinen Betriebsrat. Na also! Geht doch. So einfach ist die Beamten-Welt.

Der Spiegel-Artikel
Ver.di-Seite zu OBI
Bericht vom Bayrischen Rundfunk

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Eine Antwort

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  1. Grüne Ratsfrau said, on 14. Juli 2009 at 23:05

    Still wünsche ich bei Nacht etwas Optimismus.


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