Kommunalblog Lehrte

Die schwarzen Schwimm-Meister von Lehrte

Posted in Lehrte by kommunalblog on 22. September 2008

Lehrtes CDU geht voll auf Sport und trifft damit bei der Zielgruppe sicherlich ins Schwarze. Das Lehrter Freibad wird seit geraumer Zeit von einem Förderverein unterstützt, dessen Sprecher bekanntermaßen der CDU-Ratsherr Rudolf Köhler ist, und so kann man sich leicht ausmalen, woher denn diese plötzliche Initiative kommt. Köhler ist zwar oft schon mit der eigenen Fraktion aneinander geraten und für deren Verhältnisse ein echter Querkopf, aber in diesem Fall lohnte es sich doch, mit Köhler doch mal das Ohr beim Bürger zu haben.Was will die CDU? Im Kern geht es der Ratsopposition um eine strukturelle Verbesserung des Angebots im Lehrter Schwimmbad, um darüber dieses „Luxusangebot“ der Stadt Lehrte attraktiver zu machen und noch ein paar mehr Gäste zu locken. Die CDU will die innenliegende Gastronomie im Schwimmbad beleben und das antiquierte Sprungbecken im Schwimmbad umbauen lassen. Zumindest möchte sie, dass die Verwaltung dazu mal Vorschläge macht.

Und in der Tat sind diese recht simplen Ideen gar nicht schlecht und durchaus zeitgemäß. Das Schwimmbad ist ein wenig in die Jahre gekommen, und das nicht nur technisch. Es ist einfach „stilistisch“ kaum mehr den Ansprüchen der heutigen Generationen gewachsen, so dass es sich lohnt, darüber nachzudenken, wie man aus dem puristischen SCHWIMMbad einen Aufenthaltsort mit Aufenthaltsqualität machen kann. Dazu muss man nicht notwendigerweise überall gleich SPASSbad draufschreiben und kilometerlange Wasserröhren an die Decke schrauben.

Bürgermeisterin Jutta Voss hatte den richtigen Spürsinn, als sie anscheinend diesen Antrag der CDU zum Anlaß nahm und daraus eine Art Kundenbefragung machte. Die findet aktuell noch nicht statt, aber sowas ähnliches soll es dann wohl doch sein.

Da kann man nur hoffen, dass an dieser Stelle auch die SPD gescheit genug ist und sich dieses Themas annimmt und aus den zwei bis drei Spezialanliegen der CDU-Lobbyisten im Förderverein ein „großes Ding“ macht.

Überhaupt könnte man solche Kundenzufriedenheitsbefragungen öfters mal durchführen, ruhig auch in anderen Bereichen. Das macht jeder popelige Verein mit eigenen Kräften auf selbstkopierten Fragebögen. Und wenn die Verwaltung daraus nicht wieder einen Staatsakt macht, dann könnte das sogar klappen. Es geht nicht um eine Veröffentlichung in einer statistischen Wissenschaftszeitung sondern nur um ein paar Erkenntnisse darüber, wie unsere Bürger so „ticken“ und was sie sich vielleicht „wünschen“. Man könnte das als Anhaltspunkt nehmen.

Aber bisher ist unsere SPD noch nicht auf diese Idee gekommen. Wie auch? Es gab ja dazu noch keine Vorlage.

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