Kommunalblog Lehrte

Der letzte Atemzug einer sterbenden Organisation

Posted in Lehrte by kommunalblog on 26. Juli 2008

WEL – Wann endet Lethargie? Wohl in diesem Leben nicht mehr. Ist aber auch nicht schade drum. Die Leistungen der WEL lassen sich ohnehin an einer Hand abzählen und sie stehen in keinem Verhältnis zur Selbstwahrnehmung dieser skurrilen Organisation.

Um so lustiger ist es, dass kürzlich zwei Artikel parallel im Anzeiger zu lesen waren: a) WEL beschwert sich über Sommeraktionen des Stadtmarketings und b) Stadtmarketing verkündet baldige „Übernahme“ der WEL.Mit jeder Wortmeldung der „Werbegemeinschaft Einkaufsziel Lehrte“ wird es skurriler. Je desaströser dieser ursprünglich einmal zur „Förderung des Images der Einkaufsstadt Lehrte“ gegründete Verein in der Öffentlichkeit auftritt, desto selbstbewußter tut er das. In völliger Verkennung der Zeichen der Zeit, werden die Atemzüge immer hektischer – wie einst bei Weiland Helmut Kohl, der an seinem Dienstende nicht wußte, dass er bereits abgesetzt ist. WEL: Zieh den Hut und verabschiede Dich!!!

Warum ist die WEL inzwischen ein überflüssiges Organ, welches destruktiv arbeitet und lediglich städtische Arbeitsprozesse blockiert? Es mag sein, dass dieser Verein einst glorreiche Zeiten hatte, aber in den letzten Jahren ist er zu einer Ansammlung von gezielten Einzelinteressen geworden, absolut dominiert von den paar Einzelhändlern aus dem „Neuen Zentrum“. Niemand dort will sich die Butter vom Brot nehmen lassen, erst recht nicht zu Gunsten eines örtlichen Mitbewerbers. Nicht verstanden haben Sie allerdings, dass ein Verein mehr sein sollte als die Summe seiner einzelnen Teile. „Gemeinschaft verbindet“, so sagt man, und sie stiftet Identität und Kraft. Die WEL ist aber ausgezehrt und schleppt sich durch die Jahre.

Spätestens seit den letzten Äußerungen zu den Veranstaltungen des Lehrter Stadtmarketings sollten dort alle denkenden und die Satzung des Vereins unterstützenden Menschen austreten. So wurde bemängelt, dass die über 10 Veranstaltungen kaum Mehreinnahmen gebracht haben. Okay. Das mag zwar ärgerlich sein, aber lest mal Eure Satzung. Dort steht eben nicht: an den Veranstaltungen des Stadtmarketings sollt Ihr genesen, sondern ihr sollt das Stadtimage fördern. Und genau dieses tut das Lehrter Stadtmarketing. Man kann sich darüber trefflich streiten, aber unstrittig ist, dass die Zukunft nicht in einer Dauerverkaufsveranstaltung liegen kann und darf. Man bedenke in diesem Zusammenhang die Freiweilligkeit der Mitarbeiter. Warum tun die das? Für den Umsatz von Bettenhaus Welge oder Pia Wäsch. Wohl eher nicht. Ich würde es jedenfalls nicht machen.

Nebenbei betrachtet hat das Lehrter Stadtmarketing natürlich auch den „Auftrag“, sich um die Gesamtstadt zu kümmern. Das also STADTMARKETING nicht bedeutet „WERBUNG FÜR DIE GESCHÄFTE IM NEUEN ZENTRUM“ sollte eigentlich selbstverständlich sein.

In diesem Sinne wünsche ich Herrn Gallowski viel Glück bei der „Übernahme“ der WEL, auch wenn ich die Veranstaltungen selbst insgesamt i.S. eines Stadtmarketings für zu kurz gegriffen halte. Es gehört einfach mehr dazu als ein lustiges Liedchen in Kombination mit einer Freßbude. Stadtmarketingveranstaltungen sollten nicht zum Volksfest-Ersatz verkommen. Das wäre schade. Mit den selben Personalressourcen kann man auch andere schöne Dinge tun, die „unser aller IMAGE“ fördert.

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