Kommunalblog Lehrte

Gesamtschule hilft Menschen

Posted in Allgemein by kommunalblog on 19. März 2008

Ja, das war schön. Ein richtige Sturzflut an Ideen und Leserbriefen war es, die unsere Kommunalpolitiker in Lehrte vor ein paar Wochen überrollte. Der Tenor: Lehrte braucht eine Integrierte Gesamtschule und der Standort steht auch schon fest, nämlich das Schulzentrum Lehrte-Ost.

Und ebenso schnell, wie die eigens gegründete Bürgerinitiative (BiGiL) an die Öffentlichkeit trat, war auch das Lehrter Gymnasium in den Startlöchern, um flux das Abgraben von wichtigen Schülergruppen zu vermeiden. Dortiger Tenor: viele Schüler= viel Profil = viel Qualität. Soweit, so gut.

Die BiGiL, angeführt übrigens von dem Grünen Kommunalpolitiker Carsten Milde, führt bei Ihrer Argumentation für eine IGS in Hämelerwald weitestgehend pädagogische Argumente an. IGSen, so die BiGiL, seien „durchlässiger“ für bildungsferne Schichten, sie steigern die reale Abiturientenzahl, die fördern soziales Verhalten usw usf.. Die Diskussion über das Für und Wider muss hier ja nicht komplett aufgerollt werden. Aber so interessant und im Ansatz gut die Argumente sind, so „anrüchig“ bis „unlauter“ wirken sie bei näherem Hinschauen. Es ist sicherlich kein Zufall, dass die Initiative hauptsächlich von den Bewohnern im Ostteil Lehrtes ausging. Räumliche Nähe ist sicherlich ein angestrebtes Ziel und das unabhängig von der Schulform. Zum zweiten ist die Diskussion ein wenig zu sehr auf die gymnasiale Ausbildung ausgerichtet. Was soll denn mit den Hauptschülern und Realschülern passieren, die z.B. in Lehrtes Kernstadt wohnen?

Ich bin sicherlich ein großer Freund integrierter Schulmodelle und sehe den Sinn derartiger Projekte mehr als ein. Allerdings bin ich kein Verfechter von Elitenbildung unter dem Deckmantel pädagogischer Reformmodelle. Ohne die Einbindung der Lehrter Haupt- und Realschulen sollte erst einmal gar nichts entschieden werden.

Zuletzt sei noch angemerkt, dass die Erweiterung des Schulzentrums Lehrte-Ost sicherlich auch Geld kosten wird und man muss sich dann schon fragen, ob dieses gut und gerecht ausgegeben wird. Die Diskussion sollte also sicherlich weitergehen, aber auf alle Schulformen und vorhandenen Schulgebäude auf dem gesamten Stadtgebiet erweitert werden. Das spart Geld und nützt vielleicht auch mehr Kindern und Jugendlichen. Da sollte sich die Kommunalpolitik nicht von der starken Lobby der Ost-Eltern treiben lassen. Abgesehen davon, dass eine Versammlung mit 100 Leuten sicherlich fernab davon ist, als repräsentativ bezeichnet werden zu dürfen.

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