Kommunalblog Lehrte

Sport- und Freizeitpark – tote Visionen?

Posted in Allgemein by kommunalblog on 14. Mai 2007

Die Fraktionen und der Rat haben eine korrekte Entscheidung getroffen und dem Projekt „Sport- und Freizeitpark“ erst einmal eine Absage erteilt. Nicht ganz, aber zumindest in seiner ausufernden Variante – womit ich zum Punkt kommen möchte.

Es ist im Vorfeld der Entscheidung viel zu hören gewesen, dass die Verwaltung so furchtbar viel Arbeit investiert hätte, dass die Visionen an sich gut seien und dass man nun mit dieser Entscheidung alles zerstört. Wie immer ist das nur die halbe Wahrheit.Die nun gefällten Beschlüsse zu diesem Thema belassen die Idee, befürworten sie sogar, stellen aber die Umsetzung weiter Teile sehr weit nach hinten. Das kann man niemandem vorwerfen.

Wer nun Teilen der Politik vorwirft, sie haben visionslos ein Super-Konzept zerstört, dem muss entgegen gehalten werden: Nein, es wurde verantwortungsvoll mit den kommunalen Finanzen umgegangen. Denn das Konzept hatte einen Haken, der leider groß war: es hatte keinerlei Aussagen zum Thema FINANZIERUNG. Hätte man also der Idee von Hr. Kemmling zugestimmt, wären mittelfristig Kosten zur Erneuerung usw. des Stadtparks auf den kommunalen Haushalt zugekommen, die man niemandem hätte verkaufen können. Und da sind die ursprünglich vorgesehenen 100.000,- für die Verlegung der Tennisplätze wirklich nur Peanuts.

Leider aber muss ich schon sagen, dass auch die Argumentation der SPD in dieser Sache nicht ganz sauber ist. Denn irgendwie klang es immer so, als ob alles an dem sagenhaften Baugebiet im Norden hängen soll. Vielleicht ist es ja so, dass die Fraktionen wieder einmal Informationen besitzen, die man als BürgerIn dieser Stadt nicht hat, aber als jemand mit gesundem Verstand (1 und 1 zusammenrechnen usw.) kann ich wohl abschätzen, dass die Gewinne aus dem Baugebiet in keinster Weise ausreichen würden, um die Visionen des Umweltamtes auch nur in Teilen zu kompensieren.

Man muss also auch einfach sagen: Vision gut und schön, aber legt doch erst einmal Zahlen auf den Tisch. Und wenn dann die Rechnung steht, kann ich auch abschätzen, ob (mit oder ohne Baugebiet) die Vision umzusetzen ist und damit Realität wird.

Wahrscheinlich wird es nicht der letzte Versuch bleiben, mit Hilfe der Grünen und der CDU am Hohnhorstsee ein Wohnzentrum für Besserverdiener zu schaffen, aber z.Z. scheint man sich in der SPD noch einig zu sein. Aber das kann sich ja sehr schnell ändern. Wäre nicht das erste mal.

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