Kommunal-Meisterschaft: auch ein Mannschaftssport
Tja, es war mal wieder enttäuschend, aber vielleicht auch absehbar. Strategie und Taktik waren seit Jahren erprobt, die “deutschen Stärken” sind dennoch nicht zum Zuge gekommen. Warum aber?
Klar: es mangelte an den entsprechenden EINZELLEISTUNGEN der Player. Auch wenn Fußball ein Mannschaftssport ist, dann können sich nicht alle auf den Torwart allein verlassen. Lahme Enten wie Metzelder reißen alles nieder, denn jede Mannschaft ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.
SO IST DAS IN DER POLITIK AUCH.Was ich damit sagen will ist, dass neben der Entscheidung über kommende “Führungskräfte” in den politischen Zirkeln auch die restlichen Player nicht ganz unwichtig sind. Das Mit-durch-Ziehen von Totalausfällen raubt Kräfte und reduziert die eigenen Chancen enorm.
Es ist also wider Erwarten vielleicht doch einmal ganz interessant, wie im Jahr 2011 die Listen aussehen, mit denen die Parteien an den Start gehen. PolitikerInnen, deren Aufgabe darin besteht, an der rechten Stelle den Arm zu heben, sollte es eigentlich nicht mehr geben. Die Tatsache, dass jede Partei einen Spielführer hat, bedeutet nicht, dass der Rest und das Abhandensein von politischen Qualitäten glänzt.
Unsere Lehrer Parteien sollten sich also sehr wohl überlegen, wen sie wieder in den Rat einziehen lassen wollen und welche Weichen es zuvor zu stellen gilt. Es ist wie beim Fußball von Hr. Löw: jeder soll seine 2. Chance bekommen, aber irgendwann ist Schluß. Da sollte man den Besseren (oder vielleicht auch einfach nur Anderen) den Vortritt lassen, solange man sich davon einen Vorteil erhoffen kann.
Ehrlich gesagt bin ich sicher, dass die CDU sehr wohl dabei ist, sich entsprechend aufzustellen. Das tut sie schon seit 2005 sehr konsequent. Bei der SPD glaube ich noch nicht an die Einsicht in die Notwendigkeit.
In diesem Sinne: vom Fußball lernen heißt Siegen lernen und an dieser Stelle werden vielleicht auch zukünftig noch einige Texte zu den Linksaußen, Liberos, Torhütern oder Auswechselsspielern zu lesen sein.