SPD und GRÜNE stellen Antrag zur Gesamtschule
Nicht, dass wir alle durcheinander kommen: der aktuelle Stand war bisher nur auf einem reinen Diskussionsniveau! Die SPD Hämelerwald hatte ursprünglich einen Antrag zur Einrichtung einer Gesamtschule in Hämelerwald am Standort der dortigen HRS Lehrte-Ost gestellt, die Bürgerinitiative BiGiL kam dazu (oder gründete sich kurz vorher), die Ortsvereine (Stadtverbände) von SPD und GRÜNEN nahmen die Diskussion mit kritischem Wohlwollen auf.
Nun ist alles aber bereits in einem ersten Schritt in die schriftliche Form gegossen worden.Auf der Internetseite der GRÜNEN kann man den Ratsantrag zur Einrichtung einer Gesamtschule nun nachlesen und leider (wie ich finde) klingt das alles schon sehr endgültig und sehr festgezurrt.
Es ist klar, dass die GRÜNEN ihrem eigenen Mitglied und Vorstandsmitglied, dem BiGiL-Sprecher Carsten Milde, keinen Strich durch die Rechnung machen und die Schaffung einer Gesamtschule auf die lange Bank schieben. Es ist ebenfalls klar, dass die SPD dieses Thema ebenfalls dankbar angenommen hat, wo sie doch noch vor kurzem damit Landtagswahlkampf gemacht hat (was witzig ist, weil der SPD-Kandidat vor Ort wohl eher dem dreigliedrigen Schulsystem nachhängt).
DENNOCH darf man die Frage stellen, ob die Redewendung
“Der Rat der Stadt Lehrte beabsichtigt eine Gesamtschule an einem der bestehenden
Schulstandorte zu gründen.”
nicht doch ein bisschen zu weit gegriffen ist, zumal im Anschluss erst die sogenannten Prüfaufträge folgen. Man sattelt also, um im ländlichen Jargon zu bleiben, das Pferd von hinten auf: Erst beschließen, dann nachfragen, ob man das beschlossene überhaupt umsetzen kann.
Nun ist es zwar ohnehin so, dass sich die niedersächsische Landesregierung und die zuständige Ministerin Heister-Neumann genau so verhalten, wie man es erwartet hat (vor der Wahl versprechen, nach der Wahl brechen) und dass sich allein deshalb der angepeilte Zeitplan für Lehrte mitnichten wird umsetzen lassen, aber dennoch ist die Hauruck-Methode, mit der hier vorgegangen wird, dem eigentlichen Entscheidungsprozess wenig zuträglich - zumal es mitnichten ausgemacht zu sein scheint, dass die neue Schulform, selbst wenn sie kommen sollte, auch wirklich in Hämelerwald aufgebaut wird.
Da sind die Grünen in ihrer Pressemitteilung sicherlich ein Stück zu weit gegangen und wenn die SPD schlau ist, wird sie dies zum Wohle ALLER SCHÜLER in Lehrte auch wieder einzufangen wissen.
2 Mai 2008 um 3:54
Wer die Ratssitzungen besucht , darf mit Fug und Recht behaupten , daß diese Sitzungen ein ewiger Quell der Unterhaltung und des Vergnügens sind. Insbesondere das Drumherum um den Antrag zur Gesamtschule. Kurz gesagt , die eloquente Antragsbegründung des Herrn Schütz erreichte zweifellos IGS-Niveau. Die Einwände der Herren Dr. Deneke-Jöhrens und Kehlich hatten unstrittig ihre Berechtigung :” Mann möge doch bitteschön erst einmal die neue Rechtsgundlage in Betracht ziehen , bevor man sinnlos Resource vergeudet.” Was jedem normal denkenden Menschen sofort einleutet.
Ein bemerkenswerte Rede hielt der Herr Nispel , der forderte das bestehende Schulsystem mit den notwendigen Ganztagesschulen dorch erst einmal auszubauen. Außerdem wies er indirekt darauf hin , daß ein Teil unserer Lehrer schlichtweg ungeeignet sind.Der notwendige Ansatz für eine bessere Schulausbildung beginnt bei den Eltern und geeigneteren Lehrern. Indirekt bestädtigte diese Aussage der Fraktionssprecher der SPD, indem er darauf hinwies , daß die Resourcen des dreigliedrigen Schulsystemes nicht voll ausgeschöpft würden. Es scheint eine deutsche Spezialität zu sein , bei Schwierigkeiten immer was Neues ausprobieren zu müssen , als das Vorhande gründlich zu nutzen. Bestes Beispiel die SPD.Es ist absolut unverständlich , daß das Wissen des Dr.Teiwes (Exratsherrr der SPD) um Gründung einer Gesamtschule , nicht genutzt wurde. Schließlich hatte er vor Jahren eben diese durchgeboxt. In meinen Augen grenzt es an Borniertheit und Dummheit.
Übrigens ein Politiker der glaubt was ein Politiker vor der Wahl verspricht , ist ein Meister der Naivität.
Unsere Grünen haben sich in dieser Angelegenheit auch als Informationsrestent gezeigt. Ihnen wurde ein Ministerialbeamter , der das auch von Bayern hochgelobte Schulsystem in Sachsen mit aufgebaut hatte , als Gesprächspartner angedient.Es wurde unverständlicherweise nicht wahrgenommen.Zweifellos ein Zeichen hoher Intelligenz.