ZK der Hwd.-SPD
Das war schon eine kleinere Überraschung, wahrscheinlich auch für die Hämelerwalder Rest-CDU, als letztens der Herr Werner seine Fraktion verließ und ankündigte, von nun an ungebunden im Ortsrat sitzen zu wollen. Wer einen Blick auf die aktuelle Zusammensetzung wirft könnte nun leicht ins Grübeln kommen, ob diese SPD-Übermacht noch gesund ist.
Den aktuell 5 SPD-Ortsratsmitgliedern stehen nun drei Einzelkämpfer von den GRÜNEN, der CDU und halt der parteilose Dirk Werner gegenüber. Eigentlich ist das natürlich nicht schlimm, da in Hwd. bisher ohnehin immer große heimatpatriotische Verbundenheit bei fast allen Themen herrschte, aber im Streitfall sieht es nun wirklich nicht mehr gut aus für die antisozialistische Konkurrenz.
Viel wichtiger aber als die aktuelle Situation ist ja die Beantwortung der Frage: Was soll den bloß werden? Wie sieht denn die Zukunft aus? Die FDP ist mit ihrer Altherren-Methode bisher zwar gut gefahren (in Hwd. und in Gesamt-Lehrte), hat aber zur Politik in Lehrte nie wirklich was beizutragen gehabt. Da nützt es auch nichts, wenn man die Herren Lahmann und Nispel für nett und sympatisch hält. Ein Blick auf die Homepage des Stadtverbandes zeigt auch, dass die Hoffnungen begrenzt sind. Alles liegt in den Händen der Hämelerwalder.
Kommt man zur CDU. Die Macht des Stadtverbands hat sich ja erst kürzlich kräftig in Richtung Westen geschoben und das wird sicherlich auch nicht so bald beendet sein. Gleichzeitig kann die CDU im Osten (und damit auch in Hwd.) nicht wirklich was aufzeigen. Martina Kamrath ist mittelfristig auch ein Auslaufmodell, eine Art Grande-Dame der Kommunalpolitik, Kurt Dames kann als Alleinkämpfer in Hwd. komplett einpacken und Sören Giere ist zu wenig profiliert, um dem “neuen” Westen etwas entgegen zu halten.