Graffiti - auf ein Neues
Viel Wind um Nichts. Das Jugendamt, bzw. der Stadtjugendpfleger Zimmeck musste wohl außer der Reihe auch mal wieder arbeiten, und so ist eine kuriose Vorlage entstanden, die eigentlich gar nicht beschlossen werden kann, aber weit über eine Information hinausgeht. Und dass, obwohl keine Neuigkeiten enthalten sind. Klar ist aber: es geht weiter mit der bunten Pracht an Lehrtes Wänden (oder auch nicht).Vor geraumer Zeit zickten sich im kommunalen Jugendhilfeausschuss die versch. großen (und kleinen) Fraktionen mal an, weil man sich uneins war über das weitere Verfahren zum Thema GRAFFITI in LEHRTE. Legale Flächen, ja oder nein. CDU-Hardliner meinten nein, SPD und GRÜNE wollten eine Fortsetzung des “altbewährten” Verfahrens. Das war im März 2007. Dann wurde die Diskussion in den April 2007 verschoben. Dann wurde die Diskussion auf die nächste Sitzung verschoben. Abschließend wurde bisher im Mai 2007 darüber gesprochen, erneut mit Referenten. Und wie man dem Protokoll entnehmen kann, sollte in der 2. Jahreshälfte 2007 (die jetzt anscheinend erreicht ist) ein “aufarbeitende” Beschlussvorlage kommen. Dort wurde ebenfalls schon die Gründung einer AG vorgeschlagen.
Dass nun Dietmar Zimmeck insgesamt SECHS SEITEN benötigt, um auf den Punkt zu kommen, ist an sich schon fast eine Frechheit. Schlimmer aber ist noch einmal, dass es sich nicht etwa um einen Beschlussvorschlag handelt, sondern lediglich um Informationen. Wenn die Erstellung eines Beschlussvorschlags genau so lange dauert, dann hat sich Graffiti (zumindest legal) für Lehrte erledigt. Nein ehrlich … allein die Lektüre der JHA-Protokolle (z.B. JHA 21.05.07 ) bietet genügend Stoff, um den Ausschussmitgliedern einen verträglichen Vorschlag zu machen. Denn … machen wir uns nichts vor … die Devise lautet “weiter so” aber mit leichten Veränderungen. Es spricht wenig gegen eine Strafverfolgung illegaler Sprüher, es spricht wenig gegen die Vernetzung aller Beteiligten, es sprich wenig gegen einen Ansprechpartner in der Verwaltung (warum eigentlich nicht Hr. Zimmeck).
Eigentlich sind das alles Selbstverständlichkeiten und ich werde den Eindruck nicht los, dass in einigen Abteilungen unserer Stadt das Arbeiten komplett eingestellt wurde. Kann aber auch täuschen.