Einbahnstraßenregelung in Lehrte? Jein!
Ich bin ja ein Freund klarer Worte. Deshalb habe ich stets wenig dafür übrig, wenn sich unsere Kommunalpolitiker in Schlupflöchern verbergen aus denen sie herauslugen und ein zögerliches “mal schauen” von sich geben. Da ist es doch ehrlicher, einfach mal zu sagen, was die Meinung ist - selbst wenn sie vielleicht auf wenig positive Resonanzen stößt.
So geschehen anscheinend im Bauausschuss des letzten Montags. Mal wieder war die WEL vorstellig geworden, um ihre Unterschriftenliste für die ÖFFNUNG DER BURGDORFER STR. loszuwerden. 2500 Menschen hatten dort signiert und vor allem signalisiert, dass ihnen die aktuelle Lösung in Lehrtes Zentrum gegen den Strich geht. Die Forderungen an sich sind ja uralt und es ist eigentlich das einzige Thema der WEL, aber immerhin …
Was ist nun passiert, was man hier als BESONDERHEIT erwähnen müsste. Richtig: während die SPD herumlaviert und faselt, dass man die Bedenken alle noch einmal gründlich überdenken wird (”geht nach Hause; nichts werden wir tun”), hat sich die CDU klar positioniert und offen gesagt, dass die Einbahnstraßenregelung mind. solange bleibt, bis der Neiseke-Block irgendwie fertiggestellt ist. Zudem lehnt man natürlich eine “vorläufige Aufhebung” komplett ab. Will sagen: “seid doch keine Schwachmaten; ihr wisst doch selber, dass es Blödsinn ist, was ihr gerade vorschlagt”.
Allerdings geht die CDU damit auch eine Verpflichtung ein. Zum einen trägt sie damit die aktuelle Lösung und verteidigt sie öffentlich, zum anderen muss sie sich (irgendwann dann) in die Pflicht nehmen lassen und in der Tat alles prüfen.
Wenn die SPD dazu eine andere öffentlich tragbare Meinung haben sollte, bin ich natürlich für Korrekturen jederzeit zu haben. Man lernt nie aus.